Thymustherapie

Unter der Thymustherapie versteht man allgemein die Behandlung mit Wirkstoffen der Thymusdrüse. Diese Drüse ist im Körper für die Steuerung der Immunabwehr zuständig. Mithilfe der Thymustherapie wird eine Stärkung der körpereigenen Abwehr gegen Viren, Bakterien und andere Krankheitserregern vorgenommen. Eine weiteres wichtiges Therapieziel ist die Normalisierung bzw. Regulierung des Immunsystems.

Was ist die Thymustherapie?

Die Thymusdrüse übernimmt eine wichtige Rolle für die Abwehr von Bakterien und Viren im Körper. Mit zunehmendem Alter nimmt ihre Größe und Aktivität ab. Um den Patienten wieder besser vor Krankheitserregern zu schützen, werden Thymuspräparate eingesetzt. Die Abwehrkräfte werden mobilisiert. Das Immunsystem wird gestärkt. Der Mensch ist nachhaltige vor Infektionen geschützt. Durch diese Unterstützung von Außen funktioniert das Abwehrsystem wieder besser.

Thymusdrüse

Was ist die Zielsetzung der Thymustherapie?

Zielsetzung der Thymus Kur ist eine Stärkung oder Regulierung des Immunsystems. Diese Therapieform der Naturheilkunde kann vorbeugend oder zur Bekämpfung einer Krankheit eingesetzt werden. Die Therapie gleicht die nachlassende Energie und Aktivität der Thymus Drüse aus. Die dabei verwendeten Thymuspräparate beschleunigen die Regeneration bei schwerwiegenden Krankheiten. Sie reduzieren zudem die Beschwerden und Nebenwirkungen der Behandlung. Der größte Nutzen einer Thymus Kur ist es, seltener krank oder schneller wieder gesund zu werden. Der Organismus wird entlastet.

Immunsystem Grafik

Die Thymusdrüse - zentrale Schaltstelle für das Immunsystem

Der Thymus spielt in der Immunabwehr des Körpers eine zentrale Rolle. Das Organ liegt beim Menschen hinter dem Brustbein. In der Thymusdrüse werden unsere Abwehrzellen - die T-Lymphozyten - gebildet. Diese Abwehrzellen sind dafür verantwortlich, Krankheitserreger zu erkennen und umgehend zu bekämpfen. Die T-Lymphozyten sind eine Art Gesundheitspolizei in unserem Körper.

Die Thymus Drüse ist für die Reifung der T-Lymphozyten - oder kurz "T-Zellen" - zuständig. Im Knochenmark werden die weißen Blutkörperchen zwar gebildet, in diesem Zustand sind sie aber noch unreif. Erst mithilfe der Thymusdrüse werden die Abwehrzellen zu den so genannten Killerzellen "geschult". Sie lernen also, Krankheitserreger zu erkennen. Außerdem verhindert der Thymus, dass die T-Zellen sich gegen den eigenen Körper richten. Gleichzeitig produziert die Drüse Thymuspeptide. Dies sind hochwertige Signalstoffe, die die Abwehr stimulieren.

Bei unserer Geburt ist das Organ fast so groß wie unser Herz. Ab der Pubertät sinkt die Größe, Aktivität und Energie des Thymus. Der Thymus produziert im Laufe der Jahre immer weniger Thymuspeptide. Im Alter von 50 Jahren sind es im Vergleich zur Pubertät nur noch 20 Prozent der Menge. Wir werden anfälliger für Krankheiten. Aus diesem Grund macht es Sinn, von Außen Thymuspräparate zuzuführen.

Durchführung der Thymus Therapie

Experten empfehlen, vor jeder Thymus-Therapie eine umfangreiche Immundiagnostik beim Patienten durchzuführen.

Bei der Immunkur der Thymus Therapie werden dem Patienten Thymus-Peptide von Außen zugeführt. Es handelt sich dabei um Thymusextrakte. Diese werden in den Muskel gespritzt und stärken so die Abwehrfunktion des Körpers. Die Injektionen erfolgen in der Regel 2 bis 3 mal pro Woche innerhalb eines Zeitraums von drei bis sechs Monaten.

Die Thymustherapie ist eine so genannte "Organotherapie". Die Thymusfaktoren gehören zu den Organotherapeutika, deren Herstellung dem Arzneimittelgesetz unterliegen. Die verschiedenen Thymuspräparate gibt es entweder spritzfertig in Ampullen oder als Thymusdragees mit Trockenextrakten. Die Injektionen haben sich als wirksamer erwiesen.

Ärztin vor dem Beratungsgespräch

Diese Thymus Extrakte werden aus gesunden Organen tierischer Herkunft gewonnen. Anschließend werden sie so verändert, dass es keine Abstoßungsreaktionen (Peptidschock) des menschlichen Körpers mehr gibt. Die Präparate unterliegen strengen Kontrollen. Die wenigen Hersteller müssen zudem einen Nachweis der BSE-Freiheit liefern.

Wirksamkeit der Thymustherapie

Die Wirkung der Thymus Therapie ist weltweit in sehr vielen Studien und Erfahrungsberichten zur Behandlung unterschiedlichster Krankheiten nachgewiesen worden, bei denen das Immunsystem durch eine Fehlregulation oder Minderleistung betroffen ist. Die dabei eingesetzten Thymuspeptide - oder auch Thymusfaktoren genannt - regen im Knochenmark die Produktion neuer Lymphozyten an. Anschließend reifen wieder funktionstüchtige Abwehrzellen heran, die die Abwehrkräfte des Immunsystems bilden. Krankheitsherde werden schneller und effizienter abgewehrt. Zudem wird mithilfe von Thymuspräparaten die Verständigung der Abwehrzellen untereinander verbessert. 

Mögliche Nebenwirkungen

Die körperfremden Thymuspeptide könnten eine allergische Reaktion beim Patienten auslösen. Aus diesem Grund wird vor jeder Erstanwendung ein Test durchgeführt. Hierfür werden die Peptide unter die Haut gespritzt. Als leichte, allergische Reaktion könnten Quaddeln (=kleine gerötete Stellen in der Haut) entstehen. Da die Wirkstoffe des Heilmittels den natürlichen Ausscheidungen der gesunden Thymusdrüse so ähnlich sind, sind die Fertigarzneimittel der Thymus Wirkstoffe normalerweise gut verträglich. 

Patient beim Beratungsgespräch

Anwendungsgebiete der Thymustherapie

Die Thymus Kur kommt vor allem bei chronischen Infekten und schweren Erkrankungen zum Einsatz. Insbesondere bei Krebserkrankungen oder Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem durch eine Fehlregulation oder Minderleistung betroffen ist, hat sie sich als wirkungsvoll erwiesen. Weitere gängige Anwendungsgebiete reichen von Allergien über Asthma oder Ekzeme und Hautkrankheiten (z.B. Neurodermitis) bis hin zu rheumatischen Erkrankungen (z.B. chronische Arthritis) und länger anhaltenden Erschöpfungszuständen.

Kostenfaktor Thymustherapie

Die Thymus Therapie wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Wenn Sie sich für dieses Naturheilverfahren interessieren, sollten Sie rechtzeitig vorsorgen. Eine Heilpraktiker Versicherung übernimmt die Kosten für diese nachhaltige Unterstützung Ihres Abwehrsystems. 

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Historie der Thymustherapie

Die Thymustherapie hat eine lange Historie. Der Grundgedanke, Substanzen tierischen Ursprungs zur Heilung beim Menschen einzusetzen, war bereits vor über 2.000 Jahren bekannt. So hat schon im Altertum der griechische Arzt und Philosoph Sokrates (469 v. Chr. bis 399 v. Chr.) die Anwendung tierischer Präparate auf den menschlichen Organismus empfohlen. 

Die bedeutendste Errungenschaft der heute bekannten Thymus Therapie wurde in den 70ger Jahren des letzten Jahrhunderts vollbracht. Der schwedische Arzt Dr. Elis Sandberg entwickelte ein Extrakt aus der Thymusdrüse junger Kälber und injizierte dieses mit großem Erfolg seinem an Tuberkulose erkrankten Bruder. Er nannte diesen Gesamt-Extrakt THX. Später erzielte Sandberg damit beachtliche Erfolge bei Krebs und chronischen Erkrankungen.

Seit über 50 Jahren arbeiten Therapeuten mit der Weiterentwicklung dieses Naturheilmittels, den so genannten Thymus Peptiden.